Kalk gegen Moos im Rasen: Welcher Kalk wirkt?

Du hast Probleme mit Mooswachstum im Rasen und fragst dich, ob Kalk gegen Moos im Rasen hilft?

Dann bist du hier genau richtig, denn ich erkläre dir, warum man mit Kalk Moos vernichten kann und welcher Kalk gegen Moos im Rasen wirklich hilft!

Kalk gegen Moos im Rasen

Kalk kann gegen Moos im Rasen verwendet werden da es den Boden-pH-Wert neutralisiert und somit bessere Wachstumsbedingungen für den Rasen herstellt, während das Moos, das saure oder alkalische Böden bevorzugt, verdrängt wird. Um Moos auf dem Rosen zu vernichten sollte Garten-, Algen- oder Dolomitkalk mit einem möglichst hohen Anteil – mind. 80% – an Calciumcarbonat (kohlensaurem Kalk) verwendet werden.

Inhalt

Kann man mit Kalk Moos im Rasen vernichten?

Moos kann mit Kalk bekämpft werden, indem der Boden-pH-Wert durch den Kalk soweit erhöht wird, dass er schlechte Bedingungen für Mooswachstum bietet und das Moos dadurch verdrängt wird.

Anders ausgedrückt vernichtet Kalk das Moos nicht direkt (wie es andere Mittel, wie zum Beispiel das Vertikutieren, machen), sondern sorgt dafür, dass Moos keinen geeigneten Nährboden mehr zum Wachstum hat und es dadurch langsam zurück geht. Gleichzeitig wird durch das Kalk ein optimaler Boden-pH-Wert für Rasen oder andere Pflanzen geschaffen, die so wieder besser wachsen können.

Obwohl Moose sehr robuste Pflanzen sind und auf vielen verschiedenen Untergründen wachsen können, bevorzugen sie vor allem magere, nährstoffarme und feuchte Böden.

Unabhängig vom pH-Wert können Moose sowohl auf sauren als auch auf alkalischen Böden gut wachsen während diese Bedingungen für Rasen oder andere Pflanzen schwierig sind.

Kommt der pH-Wert allerdings wieder in den neutralen Bereich, in dem sich auch die anderen Pflanzen wohl fühlen, ist deren Wachstum stärker als das Mooswachstum.

Welchen Kalk gegen Moos im Rasen verwenden?

Gegen Moos im Rasen solltest du kohlensauren Kalk verwenden. Kohlensaurer Kalk ist auch unter dem offiziellen Namen Calciumcarbonat oder umgangssprachlich als Gartenkalk bekannt.

Kohlensauer Kalk ist außerdem Hauptbestandteil von Algenkalk oder Dolomitmehl/-kalk (Kalksteinmehl), was sich daher auch sehr gut zur Bekämpfung von Moos im Rasen eignet.

Der Vorteil von kohlensaurem Kalk ist, dass man ihn einfach im Hausgarten anwenden kann und er weniger aggressiv und somit weniger schädlich als Brannt- oder Löschkalk ist.

Wenn du wissen willst, wie genau Kalk im Boden wirkt, dann schau dir diesen Artikel an.

Gartenkalk gibt es in einer Vielzahl von Varianten, die sich in der genauen Zusammensetzung, Körnung, Menge und Preisklasse unterscheiden.

Die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kalksorten sind zwar sehr gering, aber können trotzdem interessant und wichtig sein, um die richtige Auswahl für den besten Kalk gegen Moos im Rasen zu treffen.

Daher habe ich in der folgenden Tabelle die bekanntesten und einige weitere interessante Kalksorten verglichen, sodass du herausfinden kannst, welchen Kalk du gegen Moos in deinem Rasen einsetzten möchtest.

Welchen Kalk gegen Moos kaufen? Preis- Leistungsvergleich

Zur Bekämpfung von Moos im Rasen sollte ein Gartenkalk mit einem möglichst hohen Anteil an Calciumcarbonat (CaCo3) bzw. kohlensauren Kalk gekauft werden. Denn durch den Kalk wird der Boden-pH-Wert neutralisiert und somit das Rasenwachstum gefördert bzw. das Mooswachstum unterdrückt.

Sofern du einen handelsüblichen Garten-, Algen- oder Dolomitkalk kaufst, kannst du im Grunde nichts falsch machen, da all diese Produkte hauptsächlich kohlensauren Kalk enthalten und teilweise auf die Vernichtung von Moos ausgerichtet sind.

Allerdings weißen nicht alle Kalksorten den genauen Anteil von Calciumcarbonat in der Produktbeschreibung aus. Weitere, im Kalk enthaltene Stoffe sind oft Magnesium oder teilweise Kalium, was beides das Pflanzenwachstum und die Robustheit stärkt.

Allgemein solltest du beim Kauf von Kalk gegen Moos im Rasen folgende Punkte beachten:

Möglichst hoher Anteil von Calciumcarbonat (CaCo3) bzw. kohlensauren Kalk

Streuwagenfähiges Granulat (kann einfacher auf dem Rasen ausgebracht werden)

Bio- oder herkömmliche Qualität (meine Empfehlung: Bio, da man am Vergleich in der Tabelle unten sehen kann, dass Bio-Qualität nicht unbedingt teurer sein muss als herkömmlicher Gartenkalk)

Weitere Inhaltsstoffe wie Magnesium oder Kalium, je nachdem was für weitere Dünger du noch ausbringen möchtest

In der folgenden Tabelle habe ich eine kleine Übersicht verschiedener Kalksorten aus dem OBI-Baumarkt und von Amazon aufgelistet und verglichen. Ähnliche und natürlich auch noch eine Vielzahl anderer Kalksorten gibt es sicher auch noch bei anderen Baumärkten oder Gartencentern.

KalkZusammensetzungVorteilePreis pro kgWo kaufen
COMPO BIO Aktiv-Kalk für Rasen und GartenKohlensaurer Magnesiumkalk:
• Calciumcarbonat/ Kohlensaurer Kalk
• Kaliumchlorid
• Zusätzliches Kalium stärkt u.a. die Wasseraufnahme und das Pflanzengewebe
• Kann einfach mit dem Streuwagen oder von Hand ausgebracht werden
• Bio Qualität
0,88€ bis 1,29€Obi oder Amazon*
Neudorff Azet Gartenkalk• Kohlensaurer Kalk (88 % CaCO3) mit Magnesium und Calcium
• Enthält Azotobacter-Bodenbakterien
• Zusätzliches Magnesium fördert die Photosynthese der Pflanzen
• Azotobacter-Bodenbakterien binden Stickstoff und tragen zur Bodenverbesserung bei
• Kann einfach mit dem Streuwagen oder von Hand ausgebracht werden
• Bio Qualität
1,95€ oder 0,95€Obi oder Amazon*
CMI Garten- und Rasenkalk Dolomitkalk 20 kg• Kohlensaurer Magnesiumkalk mit Calcium und Magnesium• Zusätzliches Magnesium fördert die Photosynthese der Pflanzen
• Kann einfach mit dem Streuwagen oder von Hand ausgebracht werden
0,22€Obi
OBI Garten- und Rasenkalk Dolomitkalk 10 kg• Dolomitkalk, enthält Calciumcarbonat (kohlensaurer Kalk) und Magnesiumcarbonat• Zusätzliches Magnesium fördert die Photosynthese der Pflanzen
• Kann einfach mit dem Streuwagen oder von Hand ausgebracht werden
1,07€Obi
Hauert Algenkalk 4 kg• 92% Calciumcarbonat und 52% Calciumoxid• Kann auch einfach für Buchbäume eingesetzt werden, da er gemahlen ist2,44€Obi
Hauert Algenkalk Puder 5 kg• 92% Calciumcarbonat und 52% Calciumoxid• Pulverform eignet sich besonders gut für die Blattkalkung2,53€Obi
Beckmann Dolomitkalk Gartenkalk 25 kgKohlensaurer Magnesiumkalk:
• 60% CaCO3 Calciumcarbonat
• 35% MgCO3 Magnesiumcarbonat
• Zusätzliches Magnesium fördert die Photosynthese der Pflanzen
• Kann einfach mit dem Streuwagen oder von Hand ausgebracht werden
0,88€Amazon*
Naturen Bio Kalk 20 kgKohlensaurer Kalk:
• 82% CaCO3 Calciumcarbonat
• 11% MgCO3 Magnesiumcarbonat
• Kann einfach mit dem Streuwagen oder von Hand ausgebracht werden
• Bio Qualität
0,82€Amazon*

Wann sollte man den Rasen kalken um Moos zu entfernen?

Der Rasen sollte am besten vor oder nach einer Wachstumsperiode, also entweder im Frühjahr, nachdem der Schnee geschmolzen und der Rasen nicht mehr gefroren ist, oder im Herbst, nach dem letzten Mähen, gekalkt werden.

Idealerweise wird der Rasen vor dem Kalken sowohl im Frühjahr als auch im Herbst gründlich vertikutiert, sodass restliches Moos entfernt wird und der Boden gut durchlüftet ist, sodass der Kalk direkt wirken kann.

Je nach Region, Bodenbeschaffenheit und Witterung kann sich der Kalkbedarf des Rasens unterscheiden.

In der Regel reicht es jedoch aus, wenn du deinen Rasen alle 3 Jahre ein Mal kalkst.

Wenn du allerdings genauer wissen willst, ob und wie viel Kalk dein Rasen benötigt solltest du einen pH-Test machen oder bei diesem Artikel vorbeischauen, der dir genaueres über den Kalkbedarf des Gartens sagt.

Kann man Kalk und Dünger zusammen auf den Rasen streuen?

Kalk und Stickstoffdünger sollten nie zusammen auf den Rasen gestreut werden, denn sonst wird die Wirkung des Düngers stark abgeschwächt und der verfehlt sein Ziel.

Zwischen dem Streuen von Kalk und dem Düngen des Rasens sollten mindestens 2 bis 3 Wochen Abstand gehalten werden. So können beide Stoffe unabhängig voneinander ihre volle Wirkung entfalten ohne unerwünschte, negative Wechselwirkungen zu verursachen.

Würden Kalk und Dünger gleichzeitig auf den Rasen gestreut werden, würden die im Kalk enthaltenen Calcium- und Magnesiumcarbonate mit dem Ammonium im Stickstoffdünger reagieren, was so nicht gewünscht ist.

Ziel des Stickstoffdüngers ist, dass das Ammonium erst im Boden mit Wasser reagiert und dort eine düngende Wirkung entfaltet und nicht bereits beim Zusammenkommen mit Kalk.

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